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Intoxication

Konstantin Geister & Ludwig Westarp (1999)

Durch die Gärten und über die Zäune,
über die Dächer und über die Wolken,
und dann bin ich dort, wovon ich träume.
Und er flog davon,
einem Knaben gleich bewundert er die fremde Welt.
Unverständlich ward sein Denken:
Was ist richtig? Ist es wahr?
Was ist das Gute oder das, was es war?
Hell sind die Träume, sie verschwimmen im Wellenwald.
Tausendfach verstärkt hört er den Klang,
den er hörte, als er sah, was er fühlte, was geschah.
Und es war so schön!
An jenen Tagen, an denen die Wände auf ihn stürzten,
ihn erdrückten, und das Innere das Äußere zersprengte,
gebahr der Prozeß des Zersprengens sein wahres Ich,
sein Selbst, sein Sein.
Er trank das Wasser des Lebens, durchschwamm den Ozean,
sah klar, was sonst verdeckt war.
Vögel sangen ihm ein Lied in den schönsten Farben,
und er blieb für immer da, wo er war,
als wär er nie woanders gewesen.
Dort an der S-Bahn bei den Gleisen saß er, vergaß die Zeit,
vergaß sein Gestern, vergaß sein Morgen,
denn er war frei, wie ein Vogel,
wie ein Vogel ohne Flügel flog er davon.

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