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Der alte Fischer

Ludwig Westarp (2008)

1.Str.

Jede Nacht verlässt der Alte in seinem Boot
den vertrauten Fischerhafen und fährt auf's weite Meer.
Dort umgibt ihn nichts als Wasser und tiefschwarze Nacht
nur die Sterne leuchten hell wie die Augen seiner Frau.
Sie starb als sie sehr jung war. Er nahm nie eine andere.
Wenn er nachts in seinem Boot fährt, hat er Zeit an sie zu denken.
Immer öfter schaukeln ihn sanfte Wellen in den Schlaf,
es scheint ihm dann als wäre er ihr sehr sehr nah.

2.Str.

Am Tage sitzt der Alte vor seiner Fischerhütte.
Dort saß er jung und glücklich früher mit Frau und Sohn.
Der Garten fällt steil ab zum Sandstrand, zum Meer
Oliven- und Zitronenbäume liebt sein Sohn so sehr.
Der ist nun längst erwachsen, lebt seit Jahren in Athen
und kann den Alten leider nur noch sehr selten sehen.
Möwen und Delphine, am Nachmittag ein Rum
Das sind die kleinen Freuden, so geht der Tag schon rum.

3.Str.:

Da gibt es diese Gang aus dem Nachbardorf,
die säuft schon oft mal einen weit über'n Durst.
Ihr Rockerkönig pöbelt: "Jetzt ist das Boot des Alten dran!"
Und als sie es versenken, stirbt der alte Mann.

Ref.:

Im Fischerdorf sagen die Leute: "Der Alte sollte nicht mehr fahren.
Er fängt ja kaum noch Fische, ist überhaupt sehr wunderlich."

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